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1. Prattler Sportnacht 2012

Am 17.8.2012 von 17 bis 23 Uhr fand im und ums Kuspo (Kultur- und Sportzentrum) die 1. Prattler Sportnacht statt. Verschiedene Prattler Sportvereine stellten ihre Sportarten vor und die Jugendlichen konnten diese Sportarten ausprobieren.


Ich möchte hier nicht nur von diesem Event berichten, sondern auch von der Arbeit und den Erlebnissen rund um die Organisation dieses Events.
Ich war der verantwortliche Organisator des Tennisclub Pratteln. Ich kam zu diesem Job wie die Jungfrau zum Kinde. Da sowohl Thomas (Spielleiter) wie auch Gerda (Präsidentin und per Definition für alles verantwortlich) keine Zeit hatten, wurde ich an die erste Sitzung der Gemeinde bezüglich 1. Prattler Sportnacht geschickt. So hat es sich ergeben, dass ich auch an der zweiten und dritten Sitzung teilnahm und die Koordination und Planung des Events mit der Tennisschule übernahm. Nach 2. Sitzungen und diversen Telefonaten mit Marco stand recht schnell ein Konzept fest und Bea und Nicole vom Bambini Training wurden ins Boot genommen. Die Zielgruppe für den Event waren Jugendliche von 10-20 Jahre. Da die Tennisschule bis 19 Uhr in der Sandgrube beschäftigt war, wurde uns schlussendlich die Halle 1 im Kuspo von 19 bis 21 Uhr zugesprochen. Wir mussten uns die Halle mit Indiaca und Badminton teilen. Wir planten mit 2 Minitennisfelder für je 4 Spieler (eines für freies Spiel und eines mit Trainer) und einen Hindernissparcour mit Geschicklichkeitsspielen für 8 Personen. Alle 20 Minuten sollte ein Wechsel stattfinden. Am Eingang sollte eine Koordination der Anmeldungen stattfinden. (Für die ich meine Freundin vorsah, da sie nicht Tennis spielt).   

Das vieles anders abläuft als geplant ist eine Binsenwahrheit, aber in diesem Ausmass hatte ich es nicht erwartet. Die erste Änderung ereignete sich schon am Nachmittag, als wir unser Material von der Sandgrube ins Kuspo brachten. Bei den von mir bestellten T-Shirts waren keine S vorhanden sondern die kleinste Grösse war M. Das war nicht so schlimm, aber als wir gegen 18h30 dann in die Halle gingen und Elisabeth Löw (Mitglied des TC Pratteln aber an diesem Abend als Helfer für Indiaca zuständig) in einem Damenshirt in der Grösse S sahen, war ich doch sehr verwundert. War aber froh, dass Bea diesen Mangel mit einer geschickten Anpassung des T-Shirts umgehen konnte.
Eine andere Änderung hatte sich im Stundenplan der Tennisschule ereignet. Es gab Verschiebungen und so war Marco auch nach 7 Uhr noch in der Sandgrube beschäftigt. Wir stellten unserer Equipment ohne die Tennisschule auf und waren um 19 Uhr erwartungsvoll bereit, die Jugendlichen zu empfangen.
Da kam die nächste Änderung, das Hauptpublikum waren entgegen der Planung nun Kinder von 5 bis 12 Jahren. Diese warteten auch nicht brav am Eingang auf die Zuweisung der Spielmöglichkeiten, sondern stürmten von allen Seiten die Halle 1. Dank der grossen Erfahrung von Bea und der Engelsgeduld von Nicole und der Mithilfe von Simon und Sévérine (die nun auch die Kinder im Geschicklichkeitsparcour betreute) überstanden wir die erste Viertelstunde gut, bis Lukas eintraf und uns unterstützte. Gerda kam auch noch vorbei, geschäftstüchtig brachte sie Flyer und Anmeldeformulare für die Jugendlichen mit.

Es war viel los in der Halle 1. Es tummelten sich bis zu 50 Kinder in der Halle. Die Kinder hatten viel Spass in dem wohlgeordneten Chaos. Ich war neben Fotos machen und neben „Werbegespräche“ mit den Eltern zu führen hauptsächlich damit beschäftigt, verlorengegangene Bälle in der Halle 1 und 2 einzusammeln, damit kein Unfall passierte.

Ich respektiere und wertschätze die Leistung der Tennisschule und Nicole und Bea im Bambinitraining, die sie für den Club leisten, nach diesem Abend noch mehr. Nach zwei Stunden Unterricht war nicht nur ich geschafft.

Um 21 Uhr mussten wir das Feld (Halle 1) für den Badminton-Club räumen. Alles wurde emsig abgebaut und zusammengepackt und wieder ins Auto transportiert. Mit vereinten Kräften ging dies relativ schnell, so dass wir schon 20 Minuten später uns in der openair Gastwirtschaft stärken konnten. In meiner Planung wollte ich den Abend bei einem Bier, mit einer Bratwurst und in Gemeinschaft mit den anderen Helfern ausklingen lassen. Wie auch hier klaffen Planung und Realität auseinander. Für die Verpflegung wurde gesorgt, die Helfer bekamen Gutscheine für Essen und Trinken. Was ich in meiner Planung nicht beachte, war die Tatsache, dass es sich bei der 1. Prattler Sportnacht um einen Event für Jugendliche handelt, der bewusst alkoholfrei ausgelegt war. Natürlich konnte ich das Zusammensitzen und die Stärkung mit Hotdog, Hamburger, Kaffee und Kuchen auch ohne Alkohol geniessen. Das Zusammensitzen mit den anderen Helfern war entspannend und nach der Stärkung freute ich mich schon auf das Zuhause. 

Diesmal machte mir Sévérine (meine Freundin) einen Strich durch die Rechnung. Auch nach der aufopferungsvollen Mithilfe im Geschicklichkeitsparcours war sie noch lange nicht willens nach Hause zu gehen, solange noch viele andere Sportarten angeboten wurden, die man ausprobieren konnte. Sie entschied sich für BMX fahren und danach wurde Badminton gespielt. Da das Publikum meist viel jünger war (als ursprünglich geplant) und es inzwischen schon nach zehn Uhr war, war der Andrang zum Badminton nicht mehr so gross. Wir besorgten uns zwei Schläger und wurden einem Feld zugewiesen, an dem schon zwei Jugendliche spielten. Meine Planung war, mit der Freundin paar „Shuttles“ hin und her zu spielen, während die anderen zwei Jugendlichen auf ihrer Seite das selben machen. Dieser Plan wurde nach 30 Sekunden durch die Jugendliche durchkreuzt, indem sie gegen uns ein Match spielen wollten. Es entwickelte sich ein sportliches Kräftemessen. Mein sportlicher Ehrgeiz war geweckt und so spurtete ich auf einen Stopp so schnell, das ich schlussendlich vor dem Netz nicht mehr bremsen konnte und mich nur noch mit einer Rolle vorwärts retten konnte. Dabei zog ich mir eine schmerzhafte Rippenprellung zu, da ich nicht beachtete, dass ich in den letzten Jahren rund 15 kg zugenommen habe. Trotzdem gewannen wir das Duell und wir konnten auch die Herausforderung von zwei weiteren Jugendlichen erfolgreich bestehen.
Und so kam ich zu guter Letzt wieder zu Hause doch noch zu meinem verdienten, wenn auch durch die Rippenprellung zu einem schmerzhaften und kurzen Schlaf.

Rückblickend war dieser Event eine gute Werbung für den TC Pratteln. Die Arbeit der vielen Helfern hatte sich gelohnt. Ich möchte mich bei jedem Einzelnen dafür recht herzlich bedanken.
 
Jens Dürrenberger

 

Mehr Bilder sind im Fotoalbum zu finden.